Die Umfrage liefert wichtige Impulse für Laufen und Oberndorf

Die Verkehrsregelung in der Brückenstraße sorgt weiterhin für viel Gesprächsstoff – und für spürbare Herausforderungen im Alltag unserer Betriebe. Um ein fundiertes Stimmungsbild zu erhalten, hat die Wirtschaftsplattform Laufen-Oberndorf im Mai und Juni 2026 eine Online-Umfrage unter ihren Mitgliedsbetrieben durchgeführt.

Die Ergebnisse von 43 teilnehmenden Unternehmen zeigen deutlich, wo der Schuh drückt. Sie bieten uns eine wertvolle Datenbasis, um gemeinsam an Verbesserungen für den Wirtschaftsstandort und die Lebensqualität in beiden Städten zu arbeiten.

Die Umfrageergebnisse im Überblick

Die Rückmeldungen spiegeln die aktuellen Herausforderungen wider, vor denen du und viele andere Betriebe stehen:

  • 60 % der befragten Unternehmer sind von der neuen Verkehrssituation betroffen.

  • 64 % nehmen seit den Änderungen eine Verschlechterung des Verkehrsflusses wahr.

  • 74 % berichten, dass ihre Kunden mit der aktuellen Verkehrsregelung unzufrieden sind.

  • 79 % sehen Handlungsbedarf und wünschen sich Anpassungen.

Die Kernprobleme: Kundenfrequenz, Lebensqualität und Sicherheit

Die Auswertung der offenen Fragen sowie die Analysen unseres Vorstands zeigen, dass die Auswirkungen verschiedene Bereiche unseres städtischen Lebens betreffen. Wir haben die Problemfelder in drei Kernbereiche zusammengefasst:

1. Wirtschaftliche Auswirkungen & Erreichbarkeit
  • Standortattraktivität: Die aktuelle Situation wird zunehmend als Nachteil für die Betriebe in Oberndorf und Laufen wahrgenommen.

  • Kundenfrequenz: Durch eine kompliziertere Anfahrt – insbesondere für Anrainer und Mitarbeiter im Bereich südlich der Brückenstraße – sowie verärgerte Kunden verzeichnen einige Betriebe Rückgänge. Erste Rückmeldungen zeigen, dass Kunden die Einkaufsdestination Oberndorf teilweise schon meiden.

2. Lebensqualität & Verkehrsverlagerung
  • Lärm und Abgase: Das Stauaufkommen führt zu einer erhöhten Belastung von der Brückenstraße bis weit in die Laufener Altstadt hinein.

  • Ausweichverkehr: Es zeigt sich ein deutlicher Anstieg des Verkehrs in der Untersbergstraße und eine Verschlechterung der Gesamtsituation in der Färberstraße. Durch den anstehenden Umbau der Eisenbahnkreuzung droht sich dieser Effekt als Ausweichroute noch zu verstärken.

3. Sicherheit im Fokus
  • Situation auf der Brücke: Hier kommt es regelmäßig zu konfliktreichen Situationen zwischen Fußgängern und Radfahrern, die auf den Gehsteig ausweichen. Zudem wird die Brücke durch den ständigen Rückstau stark beansprucht.

  • Bahnübergang: Durch den zähflüssigen Verkehr kommt es leider auch immer wieder zu sensiblen Situationen direkt auf den Gleisen des Bahnübergangs.

Konstruktive Lösungsansätze für den gemeinsamen Dialog

Als Wirtschaftsplattform verstehen wir uns als lösungsorientierter Partner für Politik und Verwaltung. Aus deinen Rückmeldungen und der Expertise des Vorstands haben sich konkrete Ansätze herauskristallisiert, die als wertvolle Denkanstöße dienen können:

  • Prüfung der Abbiegeverbote: Eine punktuelle Rücknahme der Einfahrtverbote in die Ufer- und Watzmannstraße könnte helfen, den Verkehrsfluss flexibler zu gestalten.

  • Verkehrsberuhigung durch Rechts-vor-Links: An den Kreuzungen südlich der Brückenstraße könnte eine ungeregelte Vorfahrt das Geschwindigkeitsniveau auf natürliche Weise senken.

  • Optimierung der Verkehrssteuerung: Eine Prüfung der Ampelregelung an der Kreuzung Brückenstraße / Salzburger Straße könnte neue Erkenntnisse zur Entlastung bringen.

  • Mehr Schutz für Fußgänger: Eine verstärkte Überwachung der StVO auf dem Brücken-Gehsteig würde die Sicherheit für Passanten nachhaltig erhöhen.

Positiver Ausblick: Themen wandern in den Verkehrsausschuss

Die Ergebnisse dieser Umfrage stoßen erfreulicherweise bereits auf offene Ohren. In der vergangenen Woche hatte der Vorstand der Wirtschaftsplattform ein sehr gutes und konstruktives Gespräch mit dem Oberndorfer Bürgermeister Ing. Georg Djundja.

Wir freuen uns über seine Zusage, dass unsere Anliegen und die Ergebnisse der Umfrage direkt in den nächsten Verkehrsausschuss mitgenommen und dort ausführlich diskutiert werden. Genau dieser partnerschaftliche Dialog ist der richtige Weg, um sachliche Lösungen zu entwickeln, die sowohl den Betrieben als auch den Bürgerinnen und Bürgern in Laufen und Oberndorf zugutekommen. Wir bleiben am Ball!

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